Projekt K8

Atom-U-Boote in der Sowjetunion – Nuklearantrieb und Risiko

Die sowjetische Marine war vormals im Besitz von insgesamt 250 Atom-U-Booten. Während der Zeit des Kalten Krieges galten diese Unterseeboote mit Kernkraft-Antrieb als Beweis der Stärke und Schlagkraft einer modern ausgerüsteten Marine. Dies galt natürlich auch  für die Aufrüstung der Marine der Sowjetunion. Die von 1958 währenden Einsätze der sowjetischen und später russischen Atom-U-Boote waren immer wieder von schweren Unglücken und Zwischenfällen begleitet, die zu Friedenszeiten viele Leben der Mannschaften dieser Tauchschiffe kosteten. Auf den folgenden Seiten sollen die besonderen Umstände der Aufrüstung der Marine der Sowjetunion in der Zeit des Kalten Krieges bis heute behandelt werden. Gleichzeitig wird auf die Problematik des Abwrackens von Atom-U-Booten, der Entsorgung des atomaren Materials und die besonderen Probleme Russlands in diesem Zusammenhang eingegangen.

Um die Umstände zu verdeutlichen, die letztlich zu einer Aufrüstung führten, deren Folgen nicht abzusehen waren, werden hier auch vorausgegangene internationale und militärische Entwicklungen einleitend geschildert.

Ein großer Abschnitt auf diesen Seiten ist der Geschichte und dem Untergang des sowjetischen Atom-U-Boots K-8 gewidmet. Die K-8 steht hier als ein Beispiel für das hohe Gefahrenpotential der Atom-U-Boote und einer Aufrüstung, bei der es mehr um Stärke und Tempo als um Sicherheit ging.